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WoW Forever Podcast: Episode 6 zur Technik

WoW Forever Podcast, Episode 6: wie die Welt ohne Realms aufgeteilt ist, warum Leute an Zonengrenzen verschwanden und was sich zum Start ändert.

· von · 10 Min Lesezeit

Drei Personen mit Kopfhörern sitzen an einem langen Holztisch mit Mikrofonen, an der Wand hängen Warcraft-Gemälde
Titelbild zur sechsten Folge des WoW Forever Podcasts. Bild: Blizzard Entertainment

Kurz gesagt

  • Neue Folge: Episode 6 vom 29. Oktober 2026, die letzte vor dem Start, dreht sich um Technik und Gemeinschaft.
  • Zonengrenzen: Das Auftauchen und Verschwinden an Zonengrenzen soll zum Start weitgehend behoben sein, eine immer nahtlose Welt versprechen die Entwickler nicht.
  • Gruppen: Beim Gruppenbeitritt fragt das Spiel vor dem Wechsel in eine andere Welt und lässt euch Zeit.
  • Nur Ideen: Gruppen über 40, eigene Tageszeit für Ozeanien, Sprachchat in der Nähe.
  • Pause: In der Startwoche keine Folge, danach geht es um die Geschichte.

Blizzard hat am 29. Oktober 2026 die sechste Folge seines Podcasts zu World of Warcraft: Forever (WoW Forever (World of Warcraft: Forever) Dauerhafter Classic+-Zweig von World of Warcraft, Start am 5. November 2026 und im normalen Abo enthalten. Baut auf dem klassischen Spiel auf und entwickelt es mit neuen Zonen, Dungeons, Schlachtzügen, dem Volk der …) veröffentlicht. Folge 5 hatte offengelassen, wie das Spiel ohne Realms Bekannte wieder zusammenbringt. Episode 6 erklärt das, soweit die Entwickler es verraten wollen. WoW Forever startet am 4. November 2026 um 15:00 Uhr PST, in Deutschland also am 5. November um 0:00 Uhr MEZ.

Wer in Episode 6 spricht

Zum ersten Mal sitzen zwei Entwickler aus der Programmierung am Tisch. Ana Resendez war schon in Folge 5 dabei, Frank Williams ist neu. Gast ist der Streamer Shobek, der sich als Gildenleiter und Rollenspieler vorstellt und viele große Gefechte in Ashenvale (in Retail: Eschental) organisiert hat.

Teilnehmer der sechsten Folge des WoW Forever Podcasts

PersonRolle laut Blizzard
Countdown To ClassicModerator
Josh „Aggrend“ GreenfieldSenior Game Designer
Ana ResendezLead Software Engineer
Frank WilliamsPrincipal Software Engineer
ShobekGast

Der Artikel fasst die Aussagen aus dem Video auf YouTube zusammen, Grundlage sind die automatischen englischen Untertitel. Die Untertitel ordnen Aussagen keinem Sprecher zu, Namen stehen hier nur, wo die Zuordnung eindeutig ist. Die Minutenangaben helfen beim Nachhören, die Folge dauert rund 69 Minuten. Vieles ist Absicht oder Ausblick, und manches wollen die Entwickler bewusst nicht genau erklären, damit niemand Lücken im System ausnutzt (Minute 22 bis 23).

Warum Forever auf dem modernen Code läuft

Frank Williams blickt auf Classic von 2019 zurück (Minute 4 bis 7). Damals entstand Classic als Abzweig vom laufenden WoW. Jede Änderung am modernen Spiel, von Sicherheitsupdates bis zu Grafikverbesserungen, musste das Team von Hand übernehmen. Für Forever fiel deshalb die Entscheidung, auf dem aktuellen Code aufzubauen und die Unterschiede über Daten zu steuern statt über eigenen Code.

Was das bringt, erklärt Aggrend an den Talenten (Minute 9 bis 10): Für Classic fehlte jahrelang das Werkzeug, um Talente zu bearbeiten. In der Saison der Entdeckungen (Season of Discovery) war das ein echtes Hindernis. Jetzt kann das Design Talente und ihre Position im Baum direkt ändern. Die Systeme selbst kommen dabei nicht aus dem modernen Spiel, nur die Technik darunter.

Auch die Leistung profitiert. Williams bedankt sich ausdrücklich beim Team für Housing (deutsch: Behausungen), dessen Verbesserungen Forever mit übernommen hat (Minute 11 bis 12). Housing selbst kommt damit nicht nach Forever, wie Aggrend gleich klarstellt.

Die Welt ohne Realms und die Zonengrenzen

Forever hat pro Regelsatz (Regelsatz Spielregel-Variante in WoW Forever, die ihr vor der Charaktererstellung statt eines Realms wählt: Normal, PvP, Rollenspiel oder Hardcore. Gruppen und Instanzen funktionieren nur innerhalb desselben Regelsatzes, ein …) eine gemeinsame Welt, technisch liegen darunter aber weiter einzelne Server. Eine einzige zusammenhängende Welt für Hunderttausende oder Millionen Spielende schaffen die Rechner nicht, sagt Resendez (Minute 25 bis 26). Das Spiel teilt die Welt deshalb auf: Laut Aggrend bildet jede Zone oder eine kleine Gruppe von Zonen einen eigenen Abschnitt (Minute 20 bis 21).

Aus dieser Aufteilung kam das bekannteste Problem der Beta: Wer aus Orgrimmar ins Brachland schaute oder die Stadt verließ, sah Leute plötzlich auftauchen oder verschwinden. Die Entwickler gehen das von zwei Seiten an:

  • Technik: Laut Williams waren die Verbesserungen schon an den letzten ein, zwei Beta-Tagen und beim Stresstest zu sehen. Am Ausgang von Orgrimmar soll das Auf- und Abtauchen zum Start nicht mehr vorkommen, weitere Fehlerbehebungen folgen (Minute 21 bis 22).
  • Zuschnitt: Welche Zonen zusammengehören, lässt sich einstellen. Zum Start ist Durotar voll mit neuen Charakteren, Orgrimmar eher leer. Später kehrt sich das um, dann soll der Zuschnitt angepasst werden (Minute 20 bis 21).
  • Obergrenze pro Zone: Auch wie viele Leute gleichzeitig in einer Zone sind, kann das Team regeln. In der Beta wurde das nach vollen Tagen in Westfall und im Brachland innerhalb weniger Tage nachgeschärft (Minute 27).

Aggrend dämpft die Erwartungen trotzdem: Eine perfekt zusammenhängende Welt zu jeder Zeit werde es nicht geben (Minute 23). An Zonengrenzen oder bei einem Wechsel der Welt kann es weiter haken. Der Zustand zum Start werde sich zudem vom Zustand einen Monat später deutlich unterscheiden.

Den Vorteil sieht das Team darin, dass niemand mehr den falschen Server wählen kann (Minute 24 bis 25 und 29 bis 31). Das sei das größte Problem von Classic 2019 gewesen. Wer einen Freund in einer anderen Stadt hat, spielt jetzt einfach mit, solange Region und Regelsatz passen.

Gemeinschaft statt Zufall: wer euch begegnet

Wie Forever entscheidet, mit wem ihr eine Welt teilt, erklärt Frank Williams (Minute 38 bis 48). Ziel sind wiederholte Begegnungen: Wer euch auf Stufe 10 bei einer Quest hilft, soll euch auf Stufe 20 wieder über den Weg laufen und wird vielleicht eine Bekanntschaft für Dungeons oder die Gilde (Gilde (Guild) Fester Zusammenschluss von Spielern mit eigenem Chat, Bank und Gildenquests. Gilden können seit The War Within realmübergreifend sein.).

Aussagen zur Zuordnung der Spielwelten aus Episode 6 des WoW Forever Podcasts

ThemaStand laut PodcastMinute
Wechsel in eine andere WeltZu Beginn der Beta viel zu häufig, 17 Teilsysteme schoben Leute herum. Bis zum Ende stark gesenkt39 bis 41 und 44 bis 45
Beitritt zu einer GruppeZum Start kein sofortiger Wechsel mehr. Ein Hinweis erscheint, ihr wechselt innerhalb eines Zeitfensters selbst41 bis 42
Wechsel nur durch eine EinladungWar ein Fehler, ist behoben44
GildenWer in einer Gilde ist und nicht in einer Gruppe, soll in den Welten der eigenen Gilde landen42
Ohne GildeIhr sollt immer wieder dieselben Gilden sehen, befreundete wie verfeindete42 bis 43
SpracheZuerst zählt die Sprache des Spielclients, später lässt sie sich in den Einstellungen ändern43 bis 44
LangfristigEure Gemeinschaft richtet sich nach den letzten Monaten Spielzeit und ändert sich langsam. Wer in zwei, drei Jahren anfängt, soll eine gleich große Gemeinschaft finden45 bis 48
IgnorierenDie Ignorierliste gibt es weiter, sie entfernt Leute aber nicht aus eurer Welt48 bis 50

Resendez erzählt, dass sie in der Beta ihren Client auf Spanisch umstellte und an den Namen um sie herum sofort merkte, dass es wirkte (Minute 43). Für Hardcore ist der geänderte Gruppenwechsel laut Williams besonders wichtig: Kein Charakter soll in einer Höhle plötzlich neben einem Elitegegner stehen, nur weil das Spiel ihn in eine andere Welt verschoben hat.

Ozeanien, Fraktionen und Regelsätze

Ozeanien teilt sich die Region mit Nordamerika. Laut Moderator beklagen Spielende dort, dass es zu ihrer Spielzeit im Spiel fast immer Nacht ist (Minute 50 bis 51). Für einen besseren Ping (Ping/Latenz Reaktionszeit der Serververbindung. Wird in der Spielecke rechts unten angezeigt (grün = gut, rot = schlecht).) gibt es zwar eigene Server in Australien. Gruppen mit Leuten aus Nordamerika gehen trotzdem, dann muss das Spiel aber eine der beiden Welten wählen. Mit einer eigenen australischen Tageszeit könnte es beim Gruppenbeitritt schlagartig Tag statt Nacht werden. Ähnliche Fragen stellen sich bei den Feiertags-Events (Minute 51 bis 53). Entschieden ist das nicht: Aggrend bittet ausdrücklich um Rückmeldung, ob ein so abrupter Wechsel akzeptabel wäre.

Dass Charaktere von Normal und PvP nicht gemeinsam in Instanzen dürfen, war im Team umstritten, sagt Aggrend (Minute 33 bis 36). Den Ausschlag gaben Fragen der Wirtschaft: Auf Normal lässt sich leichter farmen, ein gemeinsames Auktionshaus oder freier Handel hätte das vermischt. Die Technik erlaubt eine spätere Öffnung. Sollte Rollenspiel oder Rollenspiel-PvP einmal zu wenig Spielende haben, wären etwa gemeinsame Auktionshäuser oder Instanzgruppen möglich. Geplant ist das nicht.

Zu Rollenspiel-PvP sagt Resendez, dass der Ausgleich zwischen den Fraktionen in jedem Regelsatz einzeln greift und jeweils 50 zu 50 anstrebt (Minute 54 bis 55). Kippt das Verhältnis, kann die Erstellung von Charakteren der stärkeren Fraktion gesperrt werden. Ob auf Rollenspiel-PvP wie auf PvP nur eine Fraktion pro Account erlaubt ist, beantwortet die Folge nicht.

Größere Gefechte und Events

Shobek fragt nach Gruppen über 40 Spielende für große Gefechte und Gilden-Events (Minute 10 bis 17). Aggrend bestätigt, dass das Team über eine „Armee“ aus 80 bis 120 Leuten oder ein Bündnis mehrerer Schlachtzuggruppen nachdenkt. Angekündigt ist nichts. Williams erwähnt eine Tafel mit dem Wort „Mega-Raid“ und die Idee, dass Server bei großen PvP-Gefechten automatisch mitwachsen. Zum Start bleibt es laut Williams so, wie es am Ende der Beta war.

Bei Events nennen die Entwickler Ideen, keine Termine (Minute 57 bis 62):

  • Grundlage: Das System für Weltereignisse wurde neu gebaut. In der Saison der Entdeckungen hatte das Zusammenspiel mit den Layern zum Beispiel das PvP-Event in Ashenvale immer wieder gestört.
  • Ideen: große PvP-Events, Feiertags-Events, Turniere wie ein Angelwettbewerb, Weltbosse und Arena-Events, die nur zeitweise laufen, ähnlich dem Dunkelmond-Jahrmarkt.
  • Zum Start: kaum Neues bei den Events, einige mussten für Forever neu gebaut werden.

Sprachchat in der Nähe oder ein Mikrofon, das beim Gruppenbeitritt automatisch angeht, hat das Team laut Aggrend oft besprochen (Minute 56 bis 57). Es müsste sicher sein, damit sich niemand davor scheut. Pläne gibt es keine.

Was die Folge über den bisherigen Stand hinaus sagt

Stand zu WoW Forever vor und nach Episode 6

ThemaBisher bekanntNeu in Episode 6
Welt ohne RealmsPro Regelsatz eine gemeinsame WeltAufgeteilt nach Zonen oder Zonengruppen, Zuschnitt und Obergrenzen einstellbar
Auftauchen an ZonengrenzenIn der Beta oft zu sehenZum Start weitgehend behoben, nahtlos aber nicht zu jeder Zeit
Wechsel der WeltHäufige Hinweise in der BetaBeim Gruppenbeitritt mit Zeitfenster statt sofort
SpracheBevorzugte Sprache in den EinstellungenZuerst zählt die Sprache des Clients
OzeanienEigene Server in AustralienEigene Tageszeit im Gespräch, Rückmeldung erwünscht
FraktionsausgleichFür die PvP-Regelsätze geplantGreift in jedem Regelsatz einzeln, Ziel 50 zu 50
Gruppen über 40Nicht angekündigtIm Gespräch, nichts angekündigt

Was das für euch heißt

Meine Einschätzung, je nachdem, wie ihr spielt:

  • Freundesgruppen: Rechnet beim Gruppenbeitritt mit einem Hinweis zum Wechsel der Welt und bestätigt ihn, bevor ihr losgeht. Regelsatz und Fraktion müsst ihr weiter gemeinsam festlegen, daran ändert die Folge nichts. Hilfe bei der Wahl gibt Welcher Regelsatz passt zu mir?
  • Ohne Gilde: Das System soll euch über die Zeit dieselben Gesichter zeigen. Wer früh einer Gilde beitritt, landet nach den Aussagen der Folge verlässlicher bei bekannten Leuten.
  • Deutschsprachige mit englischem Client: Die Sprache des Clients zählt zuerst. Wer mit Deutschsprachigen spielen will, prüft nach dem ersten Login die Spracheinstellung in den Optionen.
  • Welt-PvP und große Gefechte: Zum Start bleibt es bei 40 Spielenden pro Schlachtzuggruppe. Rechnet in den ersten Tagen mit Aussetzern an Zonengrenzen, besonders rund um Durotar und Orgrimmar.
  • Rollenspiel-PvP: Der Fraktionsausgleich kann die Charaktererstellung zeitweise sperren. Legt euch eine zweite Fraktion als Plan B zurecht, falls eure Wunschseite voll ist.

Fest zugesagt ist in der Folge wenig: dass der Gruppenbeitritt nicht mehr sofort verschiebt und dass der Stand vom Ende der Beta auch zum Start gilt. Alles andere, von größeren Gruppen bis zu neuen Events, ist Ausblick und kann sich ändern.

Die bisherigen Folgen

Bisherige Folgen des WoW Forever Podcasts

DatumFolgeThema
24. September 2026Episode 1Start der Beta, Gast Xaryu
1. Oktober 2026Episode 2Klassendesign aller neun Klassen, Gast Sodapoppin
8. Oktober 2026Episode 3Dungeons, Questen und Leveln, Gast Hammerdance
15. Oktober 2026Episode 4PvP, Schlachtfelder und Duelle, Gäste Savix und Tips Out
22. Oktober 2026Episode 5Bilanz der Beta und Schlachtzüge, Gast Meeix
29. Oktober 2026Episode 6Technik und Gemeinschaft, Gast Shobek

In der Startwoche gibt es laut Moderator keine Folge. In zwei Wochen geht es weiter, Thema ist dann die Geschichte von Forever (Minute 68).

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Quelle Schaut euch den WoW: Forever Podcast: „All About Tech“ an.